Was ist eine Biopsie?

Alles über Biopsienentnahmen in der Kleintierpraxis Seeburg

Biopsienentnahmen sind eine von vielen wichtigen Untersuchungen in der Dermatologie . Biopsien von Hautveränderungen machen immer dann Sinn, wenn sie ungewöhnlich erscheinen oder eine Zytologie einer Umfangsvermehrung keine sichere Diagnose erlaubt. Bei Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung sind Biopsien zwingend notwendig, bevor ein Patient lebenslang immunsuppressiv behandelt wird .

Allergien und auch eine Futtermittelallergie kann durch eine Biopsie nicht eindeutig diagnostiziert werden, auch wenn sich manchmal Hinweise dazu finden lassen. Eine chronisch entzündete Haut, wie sie bei jahrelangen Allergikern vorkommen kann, erschwert häufig die Auswertung des Gewebes oder täuscht sogar andere Erkrankungen vor.

Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie sind Biopsien in den allermeisten Fällen nicht sinnvoll.

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Verschiedene Biopsiemethoden

Feinnadelbiopsie

Die Feinnadelbiopsie ist eine minimal-invasive Technik, bei der eine dünne Nadel verwendet wird, um Gewebeproben aus einem verdächtigen Bereich zu entnehmen. Diese Proben werden dann unter dem Mikroskop untersucht, um eine genaue Diagnose zu ermöglichen. Die Feinnadelbiopsie ist besonders nützlich zur Untersuchung von Knötchen oder anderen Umfangsvermehrungen. Die Entnahme und Auswertung mache ich als Dermatologin vor Ort.

Stanzbiopsie

Bei der Stanzbiopsie wird eine kleine Gewebeprobe mithilfe einer speziellen schneidenden Stanze entnommen. Diese Methode eignet sich gut zur Untersuchung von Hautläsionen und oberflächlichen Gewebestrukturen. Als Dermatologin führe ich diese Probenentnahme meistens unter Lokalanästhesie durch, in dem ich nur die zu entnehmenden Bereiche betäube. Der Patient muss in den meisten Fällen nicht unter Narkose gesetzt werden. Als Dermatologin bin ich auch speziell geschult, welche und wie viele Stellen bei bestimmten Fragestellungen wie gestanzt werden sollten, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erhalten.

Chirurgische Biopsie

In seltenen Fällen kann eine chirurgische Biopsie erforderlich sein, um tiefere Gewebeproben zu entnehmen. Dieses Verfahren wird unter Vollnarkose durchgeführt und ermöglicht eine umfassendere Analyse des betroffenen Gewebes.

Die Bedeutung von Biopsien bei der Allergieaufarbeitung

Biopsien der Haut machen nur bei bestimmten Fragestellungen Sinn. Bei der Allergieaufarbeitung sind Sie in den allermeisten Fällen nicht hilfreich. Ersparen Sie Ihrem Tier unnötige Untersuchungen, wenn eine Futtermittelallergie noch nicht sicher ausgeschlossen wurde. Um eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren ist die Onlineberatung mit Begleitung der Eliminationsdiät die wichtigste und effektivste Untersuchung. Nur wenn in der Erstberatung eine andere Erkrankung als eine Futtermittelallergie wahrscheinlicher erscheint, werde ich Ihnen unter Umständen eine Biopsieentnahme vor Ort empfehlen. Sollten bereits Biopsien von Ihrem Haustierarzt entnommen worden sein, bespreche ich die Ergebnisse im Rahmen der Vorgeschichte.